12.11.05
1. FC Köln II – FC St. Pauli
Südstadion Köln
autor:
libero


Der Bann ist endlich gebrochen und Niemand muss sich dafür rechtfertigen die Reise nach Köln, in das wenig einladende und wenig gastfreundliche Südstadion angetreten zu haben. Seit Autorgedenken hat der FC St. Pauli in der Domstadt, egal ob gegen den 1. FC Köln, dessen Amateure oder die heute sechstklassige Fortuna, nicht gewinnen können.

Auch beim jüngsten Versuch sah es anfangs nicht danach aus, dass diese Negativserie beendet werden würde. Bereits nach drei Minuten nutzte der quirlige Chitsulo eine Flanke von Nickelig von rechts, um ungehindert im Hamburger Strafraum hochzusteigen und aus ca. 7m mit einem sehenswerten Kopfball die Führung für die Gastgeber zu erzielen.

Wer sich ab hier eine phlegmatische und mutlose Mannschaft des FC St. Pauli vorstellte, sah sich getäuscht. Fast postwendend setzte sich Arifi nach einem Zuspiel von Boll aus dem Mittelfeld am gegnerischen 16er energisch durch und erzielte mit einem Flachschuss ins rechte Eck den Ausgleich.

Im Anschluss daran bewahrte Ho-Ho-Hollerieth die Kiezkicker mehrmals durch teils spektakuläre Paraden vor einem erneuten Rückstand. Seine Vorderleute brachten sich selbst und ihren Torhüter immer wieder durch Unachtsamkeiten und Leichtsinn in Bedrängnis. Es wurden bspw. schön erkämpfte Bälle direkt dem nächstbesten Gegenspieler in die Füße gespielt oder den Geißböcken bei Einwürfen leichtfertig Überzahlsituationen geschenkt.

Die Offensivabteilung agierte so, wie sie es schon die ganze Saison macht, d.h. zuwenig Chancen werden genutzt. So bedurfte es in der 36. Minute eines Lechners, der den Ball flach und mit hoher Geschwindigkeit in den 16er beförderte, eines gegnerischen Torhüters der selbigen verpasste und eines Phänomens, genannt Dinzey, der aus kurzer Distanz einnetzte.

In Halbzeit zwei präsentierte sich der manische FC unverändert und versäumte es 45 Minuten lang die Führung auszubauen. Jedoch verfügten an diesem Tag auch die Kölner, einschließlich des Torhüters, nicht über die spielerischen Möglichkeiten um weitere Tore zu erzielen, so dass die Negativserie endlich der Vergangenheit angehört.

Und das WIE interessiert am Ende doch nicht mehr. Was am Ende nochmals interessiert ist die Mannschaft und wie sie sich über diesen Sieg gefreut hat. Das waren Szenen an die ich mich gewöhnen könnte und die Mut und Lust auf den magischen FC machen.

Forza St. Pauli! Wir sind wieder da!

 

Bilder bei Norbert >>> www.fc42.de

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