01.06.04
MTV Ingolstadt – BFC Wolfratshausen 5:2 n.V.
Stadion an der Reichertshausener Straße, Pipinsried
autor:
alteheide

 

Dieses Wetter! So viel Regen, so viel Kälte, und das im Juni! Und wieso sind wir wieder einmal die einzigen ohne Regenschirm?

Auf dem Programm stand das Entscheidungsspiel in der Landesliga Süd um den ersten Platz der Tabelle und den damit verbundenen direkten Aufstieg in die Bayernliga. (Im Amateurbereich spielt das Torverhältnis bei Punktegleichheit keine Rolle).

An Details erinnere ich mich kaum noch - wir standen am Hang und waren damit beschäftigt, nicht abzurutschen. Die Sportanlage in Pipinsried war voll besetzt mit vielen skurrilen Menschen, die ihrerseits viele skurrile Regenschirme dabeihatten.

Wider erwarten wurde es ein gutes Spiel, und ich fragte mich bisweilen, ob der FC St. Pauli da hätte mithalten können. Und weil wir nach kurzer Zeit sowieso schon völlig durchnässt waren, freuten wir uns auch sehr, dass es beim Stande von 2:2 – Wolfratshausen hatte jeweils ausgeglichen – in die Verlängerung ging. Man will ja Fußball sehen für sein Geld. Die Verlängerung wurde ausgespielt, kein Golden Goal oder ähnlichen Mumpitz, sondern zweimal 15 Minuten Vollgas. Der Widerstand der tapferen Wolfratshauser war jedoch nach einem Doppelschlag der Ingolstädter zum 3- bzw. 4:2 gebrochen.

Frierend, aber doch irgendwie beschwingt, verließen wir den Ort des Geschehens. Jetzt nur nicht krank werden! Denn wir hatten noch Großes vor...

 

 

02.06.04
FC Pipinsried ­ TSV Eching 0:1
Sepp-Helfer-Stadion, Dachau

 

...weil es heute noch einmal um die Wurst ging!

Wieder waren erstaunlich viele Zuschauer zugegen, die dem Regen trotzten. Das Spiel allerdings erwies sich als eine Klasse schlechter als das am Vortag. Kein Wunder – heute stand die Zugehörigkeit zur Landesliga Süd auf dem Spiel. Oder, wie es der Pipinsrieder Stadionsprecher am Tag zuvor formuliert hatte: es ging um Leben und Tod!

Es war – wie bereits erwähnt – ein schlechtes Spiel. Der Regen hörte zwar irgendwann auf, aber wir langweilten uns weiter. Unbeschreiblich fad plätscherte es hin und her, nicht einmal brutale Fouls gab es zu sehen. Die Bratwurst war dem Vernehmen nach auch nicht so toll; ich habe keine gegessen.

In der 87. Minute, als keiner mehr dachte, dass etwas passieren könnte, senkte sich ein abgefälschter Weitschuss ins Tor der Pipinsrieder, und Eching feierte den Klassenerhalt. Irgendjemand (ich vermute, Echinger Ultras) hatte ein Bengalo mitgebracht, an dessen schönem Licht wir uns auf dem Weg zum Auto noch eine Weile ergötzten.

Es wird Zeit, wieder einmal nach Italien zu fahren...

 

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